Geschichte

Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft


„Wer die Vergangenheit nicht kennt, ist dazu verurteilt sie zu wiederholen “ (George Santayana)

Urkunde zur Stadtgründung Münchens

Jeder von uns trägt seinen Teil zur Geschichte von morgen bei. Ein Blick in die Vergangenheit hilft, Entwicklungen zu verstehen, positive Errungenschaften zu schätzen und aus den Fehlern vergangener Zeiten zu lernen. In Zeiten, in denen sogar die Demokratie wieder infrage gestellt wird, ist das wichtiger denn je.

Überall in unserem Alltag treffen wir auf Spuren aus der Vergangenheit. Manchmal sind sie sofort erkennbar und verständlich. Teilweise muss man sie erst suchen, um sie bewusst wahrzunehmen. Dabei geht es nicht nur um die besonderen Ereignisse der Weltgeschichte, sondern auch um die eigene Herkunft innerhalb der Familie.

Im Fach Geschichte werden verschiedene Quellen befragt und somit zum Sprechen gebracht. In den einzelnen Jahrgangsstufen stehen verschiedene Zeiträume im Mittelpunkt.
In der 6. Jahrgangsstufe werfen wir zunächst einen Blick auf die ersten Menschen und damit unsere Ursprünge. Außerdem lernen wir die erste Hochkultur am Nil, Ägypten, kennen. Im antiken Griechenland und dem Imperium Romanum wurden dann die Grundlagen für die Demokratie und die europäische Kultur gelegt. Den Abschluss bildet der erste große Herrscher des Mittelalters, Karl der Große.

In der 7. Jahrgangsstufe stehen das Mittelalter und die Frühe Neuzeit im Fokus. Dabei geht es neben dem mittelalterlichen Leben, das uns noch heute in Form von Mittelaltermärkten fasziniert, auch um politische, religiöse und kulturelle Konflikte und wie diese Streitigkeiten schließlich zur Erweiterung des räumlichen und geistigen Horizonts geführt haben. Diese Zwischenzeit kann als Wurzel unseres heutigen Denkens bezeichnet werden.

In der 8. Jahrgangsstufe werden wir sehen, welche wichtigen Grundlagen freiheitlich- demokratischer Wertvorstellungen mit Beginn der Französischen Revolution erkämpft worden sind, die heutzutage von uns als selbstverständlich hingenommen werden. Auch die technischen Fortschritte mit ihren Chancen und Problemen während der Industrialisierung, sowie der Weg in den Ersten Weltkrieg, der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, bilden wichtige Inhalte.

In der 9. Jahrgangsstufe beschäftigen wir uns mit der ersten deutschen Demokratie und wie diese letztlich gescheitert ist. Mit dem Blick auf die Diktatur des Nationalsozialismus und dem Wesen des Zweiten Weltkriegs steht nun auch das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte auf dem Lehrplan. Daneben lernen wir, wie man mit diesem Vermächtnis in der Nachkriegszeit umgegangen ist und wo die Wurzeln der Bundesrepublik Deutschland in Zeiten des Kalten Krieges liegen.

In der 10. Jahrgangsstufe betrachten wir schwerpunktmäßig die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts, die durch die Teilung Deutschlands geprägt ist. Die gewaltigen gesellschaftlichen Umbrüche der 60er und 70er-Jahre prägen unser Selbstverständnis bis heute und legten den Grundstein für die Wiedervereinigung. Außerdem sehen wir, welche wichtigen Etappen auf dem Weg zur heutigen EU absolviert werden mussten.

In der 11. Jahrgangsstufe beschäftigen wir uns mit verschiedenen Formen des Erinnerns. Wir blicken auf die Romantisierung des Mittelalters, setzen uns mit unserer kolonialen Vergangenheit auseinander und beschäftigen uns mit verschiedenen Ansätzen der Aufarbeitung und des Gedenkens der nationalsozialistischen Terrorherrschaft. Zudem spielen verschiedene Wellen von Migration in Bayern von der frühen Neuzeit bis zum 20. Jahrhundert eine große Rolle.

Lehrplan Geschichte

https://www.isb.bayern.de/schularten/gymnasium/lehrplan/ 

Eine aktuelle Liste der verwendeten Schulbücher finden Sie hier