In der Brückenklasse werden geflüchtete Kinder aus der Ukraine 19 Unterrichtsstunden gemeinsam beschult: 10 Wochenstunden Deutsch als Fremdsprache (DaF), 5 Wochenstunden Mathematik und 4 Wochenstunden Englisch. Die Lerngruppe besteht aus 20 bis 25 Schüler/-innen der Jahrgangsstufen 5 bis 9. Alle eingesetzten Lehrkräfte haben eine Ausbildung in DaZ (Deutsch als Zweitsprache) und/oder Erfahrungen im DaF-/DaZ-Unterricht. Da die Schüler/-innen in der Regel nur sehr wenige Deutschkenntnisse haben, arbeiten wir in allen Stunden intensiv mit einer DaF-Lehrerin aus der Ukraine im Teamteaching zusammen, die bei Sprachproblemen übersetzen und kulturelle Unterschiede erklären kann. Gleichzeitig ermöglicht das auch ein binnendifferenziertes Vorgehen, was in Anbetracht der sowohl im Alter als auch im Sprachstand sehr heterogenen Lerngruppe von großem Vorteil ist.
Ziel dieser Brückenklasse ist es, ein ausreichendes Niveau in der deutschen Sprache zu erreichen (in der Regel B2) und damit die Integration in eine Regelklasse anzubahnen. Doch weder die Situation in der Ukraine noch die daraus resultierenden Lebensplanungen der ukrainischen Familien sind vorhersehbar. Deshalb führen wir die Schüler/-innen auch auf die Prüfung für ein B1-Sprachzertifikat hin, so dass sie bei der vorzeitigen Rückkehr in die Ukraine einen Nachweis über ihre erworbenen Deutschkenntnisse haben.