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Jugend forscht

Von Stinkern und Steinen

 

Mit Beginn des Schuljahres 2010/11 hat auch der Wahlkurs „Jugend forscht am TMG“ zum Logo des Wahlunterrichts "Jugend forscht"ersten Mal seine Arbeit aufgenommen. Insgesamt haben mehr als zwanzig Schülerinnen und Schüler der Klassen 9d und 10b/c, über das Jahr hinweg an größeren und kleineren Forschungsprojekten gearbeitet. Die sicherlich größte Herausforderung war die Schaffung der dafür notwendigen Infrastruktur. In einem von der Schulleitung zur Verfügung gestellten großzügig dimensionerten und neu renovierten Kellerraum wurden mehrere Salzwasseraquarien aufgestellt und im Verlauf des Jahres Stück-für Stück eingerichtet und dank großzügiger Unterstützung der Firmen Aquamedic, Werit und Tunze schließlich in Betrieb genommen werden.
Fachliche Beratung bekamen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen eigens organisierter Führungen durch die Aquarien des Sealifes München und des Tierparks Hellabrunn.

Wir haben uns dort ausführlich mit den jeweiligen Leitern unterhalten und unter anderem den Ratschlag bekommen,  ein großes Filterbecken anzulegen, das wir mit den kleineren verbinden sollen. Problematisch gestaltete sich in diesem Zusammenhang die Umsetzung. Zwar war schnell ein Sponsor für einen entsprechend großen Tank gefunden, allerdings verlangte eine entsprechende Bestückung mehrere hundert Kilogramm sog. „lebenden Meeresgesteins. Nach einem kurzen Ausflug an die schöne kroatische Küste und einiger Diskussionen mit Zöllner auf dem Rückweg war jedoch auch dieses Problem gelöst. In der darauf folgenden Woche wurden jedoch Opfer von allen Mitgliedern der Schulfamilie gefordert. Denn die frisch in die Aquarien eingebrachten Steine entwickelten anfangs einen derartigen Gestank in den Becken, dass bereits einige Stimmen wieder die Abschaffung der Aquarien forderte. Letzten Endes war dies aber der wunderbare und beobachtbare Beginn der Entwicklung eines stabilen Biotops.

Und nachdem auch die letzten finanziellen Hürden der Projektfinanzierung genommen waren, konnten sich die Schülerinnen und Schüler voll und ganz auf die Umsetzung ihrer Projekte konzentrieren. Dazu zählten unter anderem eine Meerwasser Entsalzungsanlage, sowie zeitgesteuerte Anlagen zur Aquarientechnik, wie Futter-, Gezeiten- und Beleuchtungsautomaten. Sollte sich alles weiterhin wie geplant entwickeln, lässt sich vielleicht über den einen oder anderen Erfolg in nicht allzu ferner Zukunft in der SZ lesen.

 

Die Steine für das Aquarium wurden hierfür aus Kroatien herbeigeholt

 

Das fertig ausgestattete Aquarium, jedoch noch ohne Salzwasser