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Haiku

Was ist ein Haiku?

In drei Zeilen müssen 17 Silben auf folgende Weise angeordnet werden:

Erste Zeile: Fünf Silben Zweite Zeile: Sieben Silben Dritte Zeile: Fünf Silben

 

Es muss keinen Reim enthalten, soll aber einen angenehmen Rhythmus haben und poetisch klingen. Es ist darin ein jahreszeitliches Wort einzubauen, das auf eine der vier Jahreszeiten hinweist (z.B. blühen, Hitze, reif, Eiszapfen). Anlass zum Dichten ist in der Natur Erlebtes, aber auch die kleinen Dinge und das Alltägliche sind als Thema für ein Haiku geeignet. Beim Schreiben sollte man sich auf das Wesentliche konzentrieren. Dies besagt, dass die Kunst des Weglassens gefragt ist! Es soll allein das Bildhafte sprechen, deshalb sind theorethische Erklärungen zu vermeiden.

Um das Haiku zu strukturieren, wird meistens nach der zweiten Zeile eine Zäsur in Form eines Gedankenstriches gesetzt, vergleichbar einem rhythmischen Intervall in der Musik. Diese Zäsur bewirkt einerseits eine Trennung in zwei scheinbar beziehungslose Teile, aber zugleich auch ein Zusammenfügen dieser Teile zu einem Ganzen. Dadurch wird die innere Spannung des Gedichtes erhöht.

Das Dichten von Haiku schärft die Beobachtungsgabe, schult die Sprache und verbessert die Konzentration.

Weiterführende Links:

Das Haiku-Projekt wird von Alexandra Helmrich geleitet.