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Ethik

                 

Fachprofil

 

Selbstverständnis des Faches

 

Das Fach Ethik unterstützt die Suche junger Menschen nach einer verlässlichen moralischen Orientierung in der Welt von heute. Es basiert auf der Grundsituation, dass Menschen für ihr Handeln auch eine ethische Entscheidungskompetenz benötigen. Ethik greift dabei auf Entwürfe zurück, in denen bewährte lebenspraktische Einsichten in einer langen Entwicklungslinie mit Hilfe philosophischer Denkweisen eine neue Deutung und Legitimierung erfahren haben. Die Jugendlichen können diese Entwürfe und Theorien mit den von ihnen selbst entwickelten Vorstellungen vergleichen und dabei entdecken, dass auch ihre eigenen Gedanken sich im Ansatz mit bestimmten Denktraditionen berühren. Überlegungen zu Moralprinzipien, die andere Menschen angestellt haben, können so zum Maßstab für eigene Überlegungen und damit zu einer Orientierungshilfe für das eigene Leben werden. 

 

Der Bildungs- und Erziehungsauftrag des Gymnasiums besteht in der Vermittlung einer vertieften allgemeinen Bildung, die für ein Hochschulstudium vorausgesetzt wird. Diese wird im Fach Ethik durch eine systematische Beschäftigung mit den für die heutige Zeit relevanten Themen der Ethik angestrebt. Das Fach Ethik fördert insbesondere den reflektierten Zugang zu den sittlich bedeutsamen Gegebenheiten der Welt, vermittelt eine vertiefte Sprachkompetenz im ethischen Argumentieren und unterstützt die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung in Entscheidungs- und Handlungssituationen. Dazu gehören vor allem auch Weltoffenheit und Aufgeschlossensein für alles Wahre, Gute und Schöne.

 

Das Ethische ist in diesem Sinn traditionell Teil des gymnasialen Bildungsauftrages. Die Schule thematisiert im Ethikunterricht die Frage nach dem guten Leben vor dem Hintergrund sittlicher Einsichten, sofern diese sich als vernünftig begründbar erweisen. Zur Voraussetzung für vernünftiges Urteilen gehört die wirklichkeitsgemäße Wahrnehmung der den Menschen umgebenden Welt, da Vernunft ihre sprachliche Wurzel im Vernehmen der Realität hat. 

 

Der Ethikunterricht strebt ein werteinsichtiges Urteilen und Handeln der Schüler an und will auf diese Weise ihre personale Entwicklung fördern. Die Achtung vor der Würde des Menschen ist deshalb unverzichtbare Grundlage des Ethikunterrichts. Er will in den einzelnen Jugendlichen das Bewusstsein stärken, dass sie als Person zu einer eigenverantwortlichen Lebensgestaltung befähigt und aufgerufen sind. Die Erziehung zur Toleranz, zur Selbstbeherrschung, zur Achtung der Überzeugungen Andersdenkender sowie zur Übernahme von Verantwortung sind weitere Beispiele dieser Orientierung.


 

Im Ethikunterricht werden Situationen und Probleme aus dem unmittelbaren Erfahrungsbereich der Schüler in Alltag, Familie und Schule thematisiert, Handlungsalternativen geprüft und gemeinsam mit den Schülern Vorschläge zum rationalen Umgang mit Konflikten entwickelt.

 

Der Ethikunterricht stützt sich vielfach inhaltlich auf einen interdisziplinären und fächerverbindenden Ansatz und greift bei der Entwicklung von Fragen und Antworten zum guten Leben auf Aussagen der Anthropologie, der Psychologie, der Philosophie, der Theologie, der Biologie und anderer wissenschaftlicher Disziplinen zurück. Er stellt somit die Fragen nach dem Menschen und seinem Leben im Sinn eines ganzheitlichen Verständnisses. Gerade die interdisziplinären Fragen geben Gelegenheit zu einem fächerübergreifenden Lernen im Ethikunterricht. Aus dieser Fülle von Vorstellungen und Erkenntnissen ergeben sich, wenn die Schüler im Unterricht ihre eigenen Gedanken und Erfahrungen einbringen, verschiedene Möglichkeiten der Verarbeitung: von der Wahrnehmung sprachlicher und bildlicher Mitteilungen über das Verstehen und Interpretieren von Texten bis zur Anbahnung eines philosophischen Dialogs.

 

 

Stundentafel Ethik

 

Jahrgangsstufe Wochenstunden
5 2
6 2
7 2
8 2
9 2
10 2
11 2
12 2

 

 

Lernmittel Ethik am TMG

 

Linkliste

 

verfasst von Fachschaftsleitung Ethik