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März 2013

Zu Beginn des neuen Jahres wollen wir euch einen kurzen Bericht zur Aufführung des Stückes „Mord an Bord“ präsentieren. Außerdem erfahrt ihr, mit welchem Projekt sich das P-Seminar Biologie auf der Messe FREE auf sich aufmerksam machen konnte.

 

„Mord an Bord“ - Theater am Thomas-Mann-Gymnasium

Vorgegeben wurde dem Profilfach „Theater & Film“ lediglich das zu spielende Stück

„Mord an Bord“ von Agatha Christie. Die Inszenierung desselben erfolgte dann in völliger Eigenregie des Kurses und das äußerst erfolgreich. Die beiden Aufführungen am 20. & 21. Februar waren gut besucht. Da das Stück zudem ein Krimi ist, der tatsächlich erst gegen Aufführungsende aufgelöst wird, hatte das Publikum ein zusätzliches Argument, eine schulinterne Veranstaltung bis zum Ende durchzuhalten. Obwohl dies, der positiven Resonanz zufolge, wohl ohnehin der Fall gewesen wäre. Allein hierfür hat sich die Gestaltung des äußerst aufwendigen Bühnenbildes bereits gelohnt, durch welches das Stück (auf einem Dampfer spielend) selbst in der Turnhalle in einem sehr schönen Rahmen aufgeführt werden konnte. Genauso schön war das durchweg positive Feedback natürlich auch für die Schauspieler, die somit nicht umsonst eine beträchtliche Textmenge gelernt haben.

Dieses neue Konzept des Theater-Profilfaches bedeutete natürlich zusätzlich eine äußerst intensive Proben- und Inszenierungsplanung, doch das Prinzip Eigenregie wurde seinem Anspruch durchaus gerecht. Darauf basierend entstand eine Schulaufführung der feinsten englischen Art, wie sie hoffentlich auch im nächsten Jahr stattfinden kann. Bis dahin hat sich hoffentlich ein neuer engagierter Kreis an Schauspielern gefunden, da ein Großteil der altehrwürdigen Theatertruppe des TMG die Schule dieses Jahr nach dem Abi verlässt.

Man darf also gespannt sein, ob einige der jungen Schauspieler bald eine vielversprechende Karriere starten und natürlich freuen wir uns auf kommende Inszenierungen des Profilfachkurses „Theater & Film“. Toi, toi, toi!

 

 

Meeresbiologische Verhaltensstudien am Thomas-Mann-Gymnasium

„Ich schau dir in die Augen Kleines...“ könnte es heißen, wenn Sie das nächste Mal Muscheln zubereiten. Denn was viele Menschen nicht wissen: auch Muscheln haben Augen! Diese befinden sich bei den Tieren, die zu der Gattung der Bivalvia, also der Weichtiere, gehören, reih um am äußeren Mantelrand.

Die Schülerinnen und Schüler des Projekt-Seminars „Biologie“ am Thomas-Mann-Gymnasium untersuchen im Rahmen verschiedener Experimente die Leistungsfähigkeit dieser Augen.

Hierzu haben die Schüler und Schülerinnen selbstständig Animationen erstellt, um die Reaktionsfähigkeit der Muschel zu testen. Den Mollusken werden verschiedene kurze Sequenzen vorgespielt, auf denen natürliche Fressfeinde zu sehen sind. Deren Aussehen und Bewegungsmuster wird im Verlauf der verschiedenen Clips zum Teil stark verändert.

So variiert zum Beispiel bei dem Seestern die Anzahl der Gliedmaße. Anhand dieser Experimente versuchen die Schüler und Schülerinnen des Thomas Mann Gymnasiums zu erforschen, ob und in wie weit die Muschel in der Lage ist, ihre natürlichen Feinde zu erkennen.

Doch die jungen Teilnehmer des Projektseminars Biologie befassen sich nicht nur mit der Sehfähigkeit der Muscheln, sondern führen noch verschiedene weitere Verhaltensexperimente durch. Zum einen wird mit Hilfe eines in verschiede Abschnitte geteilten Aquariums untersucht ob die Muschel Präferenzen bezüglich des zu besiedelnden Untergrunds hegt. Hierzu sind die verschiedenen Bereiche des Aquariums mit unterschiedlichen Gesteinsstrukturen und fein- beziehungsweise grobkörnigem Sand befüllt worden, die Muscheln, die zunächst im Zentrum des Beckens platziert werden, können sich nun ihre bevorzugte Umgebung suchen.

Zum anderen werden in einem separaten Aquarium die Eingrabungsgewohnheiten der Muscheln erforscht.

Diese vielfältigen Experimente vermitteln den Schülern und Schülerinnen bereits einen Einblick in die Verhaltensmuster der Muscheln, doch um die wirbellosen Tiere auch einmal in natürlicher Umgebung erleben zu können, ist eine Studienfahrt nach Kroatien im Sommer dieses Jahres geplant. In Murter an der kroatischen Mittelmeerküste haben die Teilnehmer der Fahrt die einmalige Gelegenheit die Vertreter der Bivalvia und viele andere Meeresbewohner in ihrem Naturraum zu beobachten. Die Forschungsarbeit wird unterstützt durch den Einsatz einer selbst entwickelten Unterwasserkamera, welche in bis zu 20 Metern Tiefe (wenn nicht noch mehr!) Bilder in HD-Qualität liefern kann.

 

Grundlagenforschung und Equipmententwicklung – Ein anspruchsvolles Vorhaben.