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Mai 2012

Q11: P-Seminar Konzert

Jedes Jahr versammeln sich alle Musikbeteiligten des Thomas-Mann-Gymnasiums in der Musikakademie Marktoberdorf, um dort ihre musikalischen Fähigkeiten zu erweitern. Es ist wieder soweit - (eigentlich müsste jetzt ein Trommelwirbel kommen…) -

dieses Jahr fährt neben dem Chor, der Bigband, etc. auch das P-SEMINAR MUSIK der Q11 mit.

Nun könnte man sich natürlich fragen: Weshalb? Nun, die Frage ist ganz simpel. Denn wir vom Seminar werden noch dieses Jahr ZWEI Konzerte auf die Beine stellen.

Natürlich klingt der Name „P-Seminar Musik Q11“ etwas lahm, sodass wir uns einen spannenderen Namen ausgesucht heben: PROJEKT FORTE CHORISSIMO!

Diese zwei Konzerte werden rein von PROJEKT FORTE CHORISSIMO geleitet. Vielleicht mag dies jetzt langweilig klingen, à la „Hilfe! Nun müssen wir uns beim Konzert eine Stunde lang denselben Quatsch anhören“…. Aber nein!

Denn unser Konzertmotto lautet: „VON DER KLASSIK ZUR MODERNE“!

Das heißt, wir werden Lieder aus unterschiedlichen Epochen und Bereichen singen, sodass für jeden von euch etwas dabei ist!!

Stattfinden werden die Konzerte am:

  • 21. Juni 2012 um 19.00 Uhr im Bürgersaal
  • 23. Juni 2012 um 19.00 Uhr im Orlando di Lasso Saal

Der Eintritt ist natürlich KOSTENLOS!!!

 

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen!!!!!

Euer PROJEKT FORTE CHORISSIMO J

 

 

Direktflug München - Helsinki

Austauschpartner Nummer 1 in Deutschland ist Amerika. Dann kommen u.a. Frankreich, Spanien, England und Brasilien. Kein nordeuropäisches Land unter den Top 10.

Ist ja auch erstmal irgendwie einleuchtend. Schließlich soll ein Schüleraustausch die Sprachkenntnisse verbessern, zumeist das holprige Englisch oder das brüchige Französisch. Und wer nur für ein bis zwei Wochen die Landesgrenzen verlässt und das vielleicht sogar noch im April, der sehnt sich vermutlich mehr nach Madrids Sonne als nach Frost, Fisch und Finnisch-Stunden.

Warum also Finnland? Was sollte 10. Klässler dazu bewegen, mitten im Schuljahr einen knapp dreistündigen Flug auf sich zunehmen – Lufthansa Direktflug München - Helsinki?

Würde ich alle meine Mitreisenden fragen, würde ich vermutlich 15 fundierte Antworten bekommen; Ansichten, die ziemlich sicher vor der Reise noch nicht feststanden. Da reichen die Aussagen von einem begeisterten „ Helsinki - direkt am Hafen...“, über ein lachkrampfendes „ Halt einfach Austausch an sich- bin so froh, dass ich mitgemacht hab!“ bis hin zu dem einstimmigen „Die Schule ist so anders dort, hätte ich nie gedacht!“

Und letzteres nicht ohne Neid. „Ressun Lukio“ ist schön und sauber. Eine Eliteschule. “Ja, schlechte Schüler werden hier schon gefördert...aber naja es gibt halt keine wirklich schlechten Schüler hier.“ Die Schüler wissen, dass sie gut sind. Sie genießen diverse Freiheiten im Unterricht. Da kommen die Leute teilweise später in den Unterricht oder holen sich noch einen Kaffee, Handys werden geduldet, Hausaufgaben sind selten Pflicht. Trotzdem schneiden alle später bei den Prüfungen sehr gut ab und es herrscht eine enorme Lernmotivation. Es scheint zumindest nicht nur ein Gräuel zu sein, für die Prüfungen daheim zu pauken und einige Schüler besuchen auch am Nachmittag noch freiwillig betreute Lerngruppen. Anders als in Deutschland sind die Prüfungen nicht über das Jahr verteilt, sondern finden immer nach einer Periode statt. Dieses System scheint zu funktionieren. Der PISA-Test spricht für sich - Finnland gilt als Spitzenreiter. Doch nicht allein die Einstellung zum Lernen, nicht nur die enorme Motivation fallen als Unterschied ins Auge. Nach der Gesamtschule müssen sich finnische Schüler erst mit 15 Jahren entscheiden, ob sie für die folgenden Jahre auf das Gymnasium oder die Berufsschule wechseln. „Ressun Lukio“ besuchen daher nur Jugendliche im Alter von 15-18 Jahren. Viele von ihnen haben sogenannte IB-Kurse, der Unterricht ist hier rein auf Englisch gehalten, z.B. Chemie oder Mathematik. Es ist also keine große Überraschung, dass die meisten auch noch perfektes Englisch sprechen, zumal übrigens auch fast das gesamte finnische Fernsehprogramm auf Englisch mit Untertiteln gehalten ist.

Sich zu verständigen stellt bei dem Austausch daher wirklich kein Problem dar. Das Deutsch der meisten finnischen Teilnehmer ist ohnehin sehr gut. Sie sind zum Teil schon im siebten Lernjahr und pauken während unseres Aufenthalts bereits unregelmäßige Verben für das Abitur im Sommer.

Auch in der Finnisch-Stunde, die extra für uns gehalten wird, rauchen die Köpfe, bis jeder die Zahlen von eins bis zehn und die wichtigsten höflichen Floskeln

zusammenbringt. 15 Fälle zählt die finnische Grammatik, von der Aussprache schweigt man lieber gleich. Die Finnisch-Stunde findet nämlich im „Sprachlabor“ statt. Ein technisch hoch ausgestatteter Raum, in dem wir unsere neu erworbenen Kenntnisse in ein Mikrofon sprechen und danach anhören dürfen. Dem Lachen der finnischen Lehrerin nach zu urteilen, klingen wir ungemein authentisch...

Im Sprachlabor findet für gewöhnlich der Fremdsprachenunterricht statt, hier wird Hörverständnis und Aussprache geprobt. Die technische Ausstattung im Allgemeinen lässt einen TMG-Schüler nur staunen, die Schule an sich ist einfach in einem sehr guten Zustand. Die Schüler verbringen hier schließlich viel Zeit, die meisten haben täglich Nachmittagsunterricht. Danach fahren viele eine Dreiviertelstunde oder mehr nach Hause, denn im Zentrum von Helsinki, wo die Schule liegt, wohnt kaum jemand von ihnen.

Sich nach der Schule noch treffen, die Freunde gar noch zu Hause besuchen, ist dadurch natürlich etwas schwieriger als bei uns. Unsere Austauschgruppe ist meistens den ganzen Tag in der Innenstadt, so lernt man in einer Woche Helsinki ganz gut kennen. Viele verbringen einige Zeit am Hafen, wo man sich, die Nase in den rauen Wind haltend, bei Fischsemmel und Reisbrot, mehr als ein wenig heimisch fühlt. Danach geht es bei den Gastfamilien noch in die hauseigene Sauna und schon sieht sich ein jeder in seinen klischeehaften Vorstellungen von Finnland bestätigt.

Nur, dass die Finnen ein „unterkühltes Volk“ sind, wie sie hierzulande oft beschrieben werden, kann keiner von uns unterzeichnen. Als wir eine Talentshow an der Schule besuchen, erleben wir die Leute als besonders tolerant, die Familien sind gastfreundlich und die Austauschpartner bemühen sich, uns viel von ihrem Finnland nahe zu bringen, auch wenn manche vielleicht etwas verschlossener sind.

Nach der Reise versteht man daher wirklich nicht mehr, warum Finnland nicht unter den beliebtesten Exchange-Partnern ist, denn es stellt durch die vielen Unterschiede in Schulsystem, Klima, Kultur, Landschaft und Sprache ein besonders interessantes Ziel für einen Schüleraustausch dar.

Allen Zweiflern ist der Austausch in die wunderschöne Stadt Helsinki daher nur wärmstens zu empfehlen (und wärmer noch die warme Kleidung). Und wer immer noch nicht überzeugt ist, sollte ein Stück finnische Fazer-Schokolade kosten. Denn nur zur Information, beim Besuch der Schokoladenfabrik in Finnland darf man davon soviel essen, wie man möchte...in diesem Sinne: moi,moi und gute Reise!

(Theresa Reithmann, 10b)

 

 

Was steht an im Mai/?

  • Beginn des Abiturs am Freitag, den 11. Mai
  • Probeunterricht am TMG von 21. bis 23. Mai
  • Die Schüler/-innen der Q11 nehmen von 21. bis 25. Mai als Betreuer/-innen an den Special Olympics teil