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Dezember 2011

Wie wird ein Mensch zum Mörder?

 

Aufführung des Dramas "Woyzeck" am 15.11 und 17.11

Franz Woyzeck, nicht nur Soldat, sondern auch Diener und Testperson für einen Arzt. Franz Woyzeck, der in jungen Jahren bereits ein uneheliches Kind und dessen Mutter ernähren muss. Franz Woyzeck, den der ständige Druck schließlich in tiefe Selbstzweifel und psychische Störungen stürzt.

Davon handelt das Drama „Woyzeck“ aus der Feder von Georg Büchner, welches am 15.11 und 17.11 im Lebensraum unserer Schule aufgeführt wurde. Das Stück wurde von Frau Helmrich und ihrer Theatergruppe modern inszeniert und so bestand das Bühnenbild nur aus schwarzen Blöcken, die der Aufführung allerdings einen besonders düsteren Touch verliehen. Jeder der Schauspieler machte seine Sache großartig und erweckte seine jeweilige Rolle auf ganz besondere Art und Weise zum Leben. Auch der eingespielte Kurzfilm, der einen Traum Woyzecks darstellte, passte außerordentlich gut zur Inszenierung.

Insgesamt dauerte das Stück etwa 45 Minuten, hinterließ jedoch einen bleibenden Eindruck, so dass das relativ kleine Publikum für sein Kommen reichlich belohnt wurde.

Constance Ströhl, 10b

 

 

Der Dichter, dessen Dichtkunst dampfend detonierte

Eine literarische Matinee mit Poetry Slammer Alex Dreppec

 

Unter Gedichten stellen sich die meisten kitschiges Rumgesülze vor und denken an Goethe, Schiller oder Eichendorff. Doch es geht auch anders, wie die Jahrgangsstufen 10, 11 und 12 des Thomas-Mann-Gymnasiums erfahren durften.

Am 11.11.2011 besuchte uns der Dichter Alex Dreppec im Zuge des Programmes „Backstage: Junge Autoren an Münchner Schulen“, um über die Kunst des Dichtens zu berichten und einige seiner Werke vorzustellen.

 

In früher Kindheit machte sich Dreppec immer über die Gedichte seines Vaters lustig, denn eigentlich wollte der kleine Alex ja Punkrocker werden. Dass es dann auf die Schriftstellerei hinauslief, war mehr oder weniger ein Zufall, denn mit der Band, in der er spielte und für deren Songtexte er sich verantwortlich zeichnete, wollte es einfach nicht so recht klappen. Dennoch schrieb er weiter, um letztendlich festzustellen, dass es eigentlich keine Liedtexte mehr waren, sondern vielmehr Gedichte. Letztlich nahm er zum ersten Mal an einem Dichterwettkampf, einem so genannten „Poetry Slam“, teil und gewann sogleich den zweiten Platz, woraufhin sich die zukünftige Karriere bereits abzeichnete.

Alex Dreppec, promovierter Psychologe und Germanist, arbeitet seit drei Monaten als Deutschlehrer, was ihm große Freude bereitet und finanzielle Sicherheit schafft, da Lyriker selten von ihren Werken leben können. Zusätzlich bietet er Schreibwerkstätten für Jugendliche an, um ihnen seine Kunstform näher zu bringen.

Dreppec hat ein besonderes Faible für Alliterationsgedichte, das heißt alle Wörter beginnen mit dem gleichen Buchstaben. Auf seine Ideen kommt er meistens spontan, wenn er zum Beispiel einen zerbrochenen Lattenrost sieht und sich fragt, wie das wohl passiert ist. Wer Näheres dazu in Erfahrung bringen möchte, der möge sich auf der Homepage des Autors ein wenig umsehen oder Schüler der Oberstufe diesbezüglich befragen – aus Rücksicht auf jüngere Schüler wollen wir aus besagtem Gedicht nicht zitieren.

Dass Lyrik nicht immer langweilig ist, konnten die Schüler schließlich am eigenen Leib erfahren, als sie selbst Gedichte mit Hilfe eines Reimzettels verfassen und natürlich auch vortragen durften.

Nach anfänglichem Zögern trauten sich die ersten auf die kleine Bühne ans Mikrofon und verlasen ihr persönliches Werk, das dann schließlich mit großem Beifall belohnt wurde.

Die Veranstaltung fand so großen Anklang, dass Herr Gerl abschließend versprach, einen Poetry Slam am TMG zu organisieren. Man darf also gespannt sein, wann der erste Reimkönig aus unseren Reihen von sich reden macht.

Lisa Stein, Q11

 

 

Ein Brief eines unserer Patenkinder – Informationen zum Weihnachtsbazar am 7. Dezember 2011

 

Die Kinder basteln und backen möglichst selbständig je nach Plan der Klassenstufe (Mithilfe von Eltern NUR auf freiwilliger Basis!!!)

Eine gemütliche, ruhigere Zone mit Kaffee und Tee (EB), Kaltgetränken, Plätzchen, Stollen und Kuchen (Schüler) gibt es im Lebensraum (Richtung Turnhallen). Hier läd auch der Elternbeirat ein.

Der von den Klassen erwirtschaftete Gewinn kommt zur Hälfte in die Klassenkasse, die andere Hälfte wird von der SMV eingesammelt. Wir unterstützen seit fast 20 Jahren jeden Monat drei Patenkinder aus Afrika, Südamerika bzw. von den Philippinen mit jeweils 25 € über die Organisation Plan International. Mit diesem Geld können sie die Schule besuchen sowie Stifte und Hefte kaufen um so unabhängiger und selbstständiger ihr künftiges Leben zu gestalten.

Hier ein Ausschnitt aus dem Brief, der uns Anfang November von Leo, bzw. seiner Cousine erreichte (der gesamte Brief hängt im Schaukasten der SMV, Säule am Pausenverkauf):

 

… Wir haben viele Projekte mit der Unterstützung durch Plan International erhalten, wie Installation einer Wasser- und Abwasserversorgung, Schuluniformen, Schulbücher, Mobiliar, Videorecorder und Videos, Renovierung des Gesundheitszentrums und Errichtung eines Kindertagesstätte. Leos Familie ist sehr dankbar für all die Unterstützung, die sie von den Schülern des Thomas-Mann-Gymnasiums erhalten haben….

Leo hat die Elemantary School beendet und geht nun das erste Jahr auf die Highschool…..

Giuseppe, Seda und Julian (Schülersprecher)

Frau John und Herr v. Zeppelin (Vertrauenslehrer/-in)

 

Was geht sonst noch ab im Dezember?

Mittwoch, 7.12. Weihnachtsbazar, 16.30-18.30

Donnerstag, 15.12. Aufführung der Komödie „Nur ´ne Handvoll Tausender“, 19.00 im Lebensraum

Montag, 19.12. Aufführung der Komödie „Nur ´ne Handvoll Tausender“, 19.00 im Lebensraum

Mittwoch, 21.12. Weihnachtskonzert in der Kirche St. Karl-Borromäus, 19.00 Uhr